Individuelle Erstinformation

Die Integrationsförderung ist stark im Wandel. Einen neuen Schwerpunkt bildet die persönliche Erstinformation von Neuzugezogenen aus dem Ausland. Grundsätzlich lassen sich zwei Formen dieser Information unterscheiden: Begrüssungsgespräche (individuelle Erstinformation) und Gruppenanlässe. Die Fachstelle empfiehlt Erstere, da die Erfahrung zeigt, dass individuelle Gespräche sehr effektiv sind. Sie sind aber auch anspruchsvoll - organisatorisch sowie im Hinblick auf die Gesprächsführung. Daher unterstützt die Fachstelle die Gemeinden mittels Weiterbildungen und verschiedener Hilfsmittel. Klicken Sie auf die unten stehenden Links und erfahren Sie mehr. 

Weiterbildung

Zielgruppen der Weiterbildungen sind sowohl die EntscheidungsträgerInnen in den Gemeinden als auch jene Personen, welche die Gespräche durchführen. Durchgeführt werden die Schulungen von ExpertInnen, die als Integrationsbeauftragte in den Gemeinden des Kantons Zürich langjährige Erfahrung im Bereich der individuellen Erstinformation gesammelt haben. Die Weiterbildung wurde insgesamt viermal durchgeführt. Eine weitere Durchführung ist abhängig von der Nachfrage.

Präsentation

Ein zentrales Hilfsmittel im Rahmen der individuellen Begrüssungsgespräche ist die sogenannte Präsentation. Dabei handelt es sich um einen bebilderten Leitfaden, der im Gespräch durch die wichtigsten Themen führt. Einen massgeblichen Beitrag an die Entwicklung der Präsentation leisteten die Gemeinden Dübendorf und Dietikon. Alle Gemeinden können ihn herunterladen und nach ihren Wünschen anpassen. Während das Layout unveränderlich ist, lassen sich Text und Fotos austauschen, Folien löschen oder duplizieren. Die Anwendung des Leitfadens ist Gegenstand der Weiterbildung.

Infoblatt

Informationen gibt es zuhauf - in Form von Broschüren, Merkblättern, Büchern, Ordnern und im Internet. Somit besteht die Gefahr, dass man die Neuzugezogenen mit Informationsmaterial überhäuft und sie dadurch überfordert. Das Infoblatt ist eine Möglichkeit, dieses Problem zu entschärfen. Es ist thematisch gleich aufgebaut wie die Präsentation und bietet den Gemeinden die Möglichkeit, die wichtigsten Adressen und Telefonnummern festzuhalten und den Neuzugezogenen mitzugeben. Auch hier ist das Layout vorgegeben, die Inhalte lassen sich jedoch nach Belieben anpassen. Will man gewisse Themen auslassen, kann man einfach die entsprechenden Zeilen löschen.

Broschüren und Hintergrundinformationen

Will man als GesprächsleiterIn die oben beschriebene Präsentation anwenden, benötigt man dazu zusätzliches Informationsmaterial für die Neuzugezogenen und profundes Hintergrundwissen. Hier finden Sie Broschüren und Links, welche die in der Präsentation vorgeschlagenen Themen (ausser die gemeindespezifischen) inhaltlich abdecken. Die Unterlagen lassen sich downloaden oder per Post bestellen.

Zudem engagiert sich das Sportamt des Kantons Zürich seit Jahren im Bereich Integration. Um die lokale Sportförderung in Gemeinden mit grosser Migrationsbevölkerung zu verbessern, stellt es den Städten und Gemeinden verschiedene Instrumente zur Nutzung des Integrationspotenzials des Sports zur Verfügung.

Überwinden von Sprachbarrieren

Begrüssungsgespräche können auch dann in deutscher Sprache geführt werden, wenn der Gesprächspartner nur wenig Deutsch spricht. Umso wichtiger ist aber, dass sich die Person, die das Gespräch leitet, leicht verständlich ausdrückt. Wer sich in „Leichter Sprache“ üben möchte, findet auf der Website des gleichnamigen Vereins wertvolle Tipps und Tricks.

Falls eine mündliche Übersetzung notwendig ist, empfiehlt die Fachstelle ihren offiziellen Partner Medios (AOZ). Medios vermittelt interkulturelle Dolmetscherinnen und Dolmetscher in über 70 Sprachen für die Bereiche Gesundheit, Bildung und Soziales. Dank der Subventionierung durch die Fachstelle bietet Medios den Gemeinden einen Spezialtarif an, solange es sich um einen Einsatz im Rahmen der spezifischen Integrationsförderung handelt (CHF 50.- pro Stunde zuzüglich einer einmaligen Spesenpauschale pro Einsatz von CHF 35.-).

Im Falle von schriftlichen Einladungen können ebenfalls Verständnisprobleme auftauchen. Die Fachstelle arbeitet mit dem Übersetzungsdienst des Kantons Baselland und kann diesen empfehlen.

Evaluationsberichte

Immer mehr Zürcher Gemeinden begrüssen ihre Neuzuziehenden im Rahmen von individuellen Begrüssungsgesprächen. Die Kantonale Fachstelle für Integrationsfragen hat den Nutzen und die Wirkung dieser Gespräche untersuchen lassen. Das Resultat ist erfreulich: Begrüssungsgespräche sind sowohl für Neuzuziehende als auch für die Gemeinden ein Gewinn.

Zur Information von Gemeindebehörden

Möchte eine Gemeindebehörde die individuelle Erstinformation einführen, muss sie in der Regel andere Behörden oder Behördenmitglieder informieren und für ihre Sache gewinnen. Eine Hilfestellung kann die Powerpoint-Präsentation sein, die sich unten herunterladen und beliebig anpassen lässt. In ihr wird erklärt, was individuelle Erstinformation ist, worin der Nutzen besteht und was sie kostet.

Ergänzende Formen der persönlichen Erstinformation

Nebst der individuellen Erstinformation, wie sie auf dieser Seite im Zentrum steht, gibt es weitere, ergänzende Möglichkeiten, die Neuzugezogenen persönlich zu begrüssen (Willkommensgespräche durch Schlüsselpersonen, Gotti/Götti-Tandems, Willkommensveranstaltungen, Stadtrundgänge etc.). Zudem kann eine Gemeinde die Erstbegrüssung auch auslagern. Am Vernetzungstreffen vom 18.9.2013 stellten die Anbieter AOZ und machbar den Gemeinden verschiedene Angebote vor. Alle Unterlagen lassen sich hier herunterladen: