Zum Beispiel Neftenbach ‒ Integrationsarbeit in den Gemeinden

29.09.2016 - Mitteilung

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Beratung in den Gemeinden

Wie fügen sich Zugezogene in eine bestehende Gemeinschaft ein? Was bedeutet die Integration einer Familie aus einem anderen Kulturkreis für eine Gemeinde? Wie vermittelt man diese Menschen in den Arbeitsmarkt? Dies beschäftigt nicht nur die Kantonale Fachstelle für Integrationsfragen. Auch «Zum Beispiel Neftenbach», ein Dok-Film des Schweizer Fernsehens, geht dem nach.

Urs Wuffli, Sozialvorstand von Neftenbach, sagt von sich, er sei «wie die Jungfrau zum Kind» zu dieser Aufgabe gekommen. Eigentlich wollte er, als er in den Gemeinderat von Neftenbach gewählt wurde, das Ressort Bau übernehmen. Nun aber ist er verantwortlich für die 55 Flüchtlinge, die momentan in Neftenbach leben. Er geht dieser Aufgabe mit einem scheinbar unerschöpflichen Engagement nach, fast rund um die Uhr. Ob er nun für die Flüchtlings-Fussballmannschaft Sportschuhe organisiert, der 24-jährigen Eritreerin, die auch nach eineinhalb Jahren in der Schweiz noch kein Deutsch spricht, ins Gewissen redet oder einem Afghanen einen Praktikumseinsatz auf dem Bauernhof des Gemeindepräsidenten vermittelt ‒ er tut dies unterstützend, aber auch fordernd.  

zeppelin - familien startklar

Der Dok-Film von Karin Bauer zeigt, dass es Engagement und Arbeit in den Gemeinden braucht, um die neuen Nachbarn zu integrieren. Stimmen aus der Bevölkerung lassen schnell erahnen, wie verpolitisiert das Thema ist. Gutmensch oder Hardliner? «Zum Beispiel Neftenbach» bricht mit Kategorisierungen und zeigt ein ungeschminktes Bild vom Umgang mit Migrantinnen und Migranten in den Zürcher Gemeinden.

Teamwork zwischen Kanton und Gemeinden

Die Gemeinden und Städte sind die wichtigsten Partnerinnen der kantonalen Fachstelle für Integrationsfragen. Denn: Integrationsarbeit im Alltag wird vorwiegend vor Ort geleistet; die Gemeinden verfügen über langjährige Erfahrung. Zur optimalen Nutzung dieser Ressourcen gibt die Fachstelle den grössten Teil der Mittel zur Integrationsförderung, die sie vom Bund erhält, an die Gemeinden weiter. Sie berät die Gemeinden in der Auswahl der Angebote und unterstützt sie bei der Vernetzung – sei es innerhalb der Gemeindeverwaltung oder regional.  

Beratungssituation

Bei Bedarf bietet die Fachstelle mit der Dienstleistung KOMPAKT eine vertiefte Analyse der Integrationsproblematik einer Gemeinde an. Dazu gehören eine Bestandsaufnahme, Workshops und die Erarbeitung eines Integrationsprogramms, welches den Prozess wiedergibt und darüber hinaus eine Integrationsstrategie mit konkreten Massnahmen festlegt. Zur Beratung gehört auch, dass die Fachstelle Bedürfnisse und Herausforderungen der Gemeinden aufnimmt und entsprechende Hilfsmittel kreiert (zum Beispiel zur Durchführung von individuellen Begrüssungsgesprächen) oder Weiterbildungen organisiert (zum Beispiel zum Thema Transkulturelle Kompetenzen).

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